
Bohrloch für Innengewinde
Faustregel für Regelgewinde: Bohrer-Durchmesser = Nenndurchmesser − Steigung. Beispiel: M8 mit Steigung 1,25 mm → 8 − 1,25 = 6,75 mm Bohrer.
Online-Rechner

Kernloch bohren: die richtige Bohrergröße fürs Gewinde
Gewindegröße auswählen – der Rechner zeigt Nenndurchmesser, Steigung, den passenden Kernloch-Bohrer und die Schlüsselweite nach ISO-Regelgewinde. Das erspart die Suche in der Tabelle am Werkstattschrank.
Warum das Kernloch kleiner sein muss
Beim Gewindeschneiden schneidet der Gewindebohrer die Gewindegänge in die Bohrungswand. Dafür braucht er Material: Das Loch muss um die Gewindesteigung kleiner sein als der Nenndurchmesser. Daraus folgt die bewährte Faustregel: Bohrer = Nenndurchmesser − Steigung. Für M6 (Steigung 1,0) heißt das 5,0 mm, für M10 (Steigung 1,5) 8,5 mm. Bei M8 liefert die Faustregel rechnerisch 6,75 mm – gebohrt wird der nächste erhältliche Bohrer, also 6,8 mm, genau wie es die Tabelle im Rechner angibt.
Tipps fürs saubere Gewinde
Zu klein gebohrt bricht der Gewindebohrer, zu groß gebohrt trägt das Gewinde nicht – die Tabelle ist also kein Vorschlag, sondern Pflicht. Beim Schneiden Schneidöl verwenden und regelmäßig eine Viertelumdrehung zurückdrehen, damit der Span bricht. In Sacklöchern tief genug vorbohren, denn der Gewindebohrer schneidet an der Spitze noch kein volles Profil. Und vor dem Ansetzen den Bohrer entgraten bzw. ansenken – dann fängt der Gewindebohrer sauber und gerade an. Die Schlüsselweite aus der Tabelle verrät nebenbei, welcher Schraubenkopf bzw. welche Mutter zum Gewinde gehört.
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