
Ein einfaches Multimeter kostet wenig und ist eines der nützlichsten Werkzeuge überhaupt. Hier die vier Messungen, die du im Alltag am häufigsten brauchst – verständlich erklärt.
1. Durchgang prüfen
Stelle das Multimeter auf das Durchgangssymbol (oft ein Tonzeichen oder das Diodensymbol). Berühren die beiden Messspitzen ein durchgehendes Stück Metall, ertönt ein Piepton – die Verbindung besteht. Kein Ton bedeutet: unterbrochen. Wichtig: Durchgang nur an spannungsfreien Teilen messen, sonst ist die Messung falsch und das Gerät kann Schaden nehmen.
2. Spannung messen
Wähle Gleichspannung (DC) für Batterien und Akkus, Wechselspannung (AC) für das Netz. Bei Geräten ohne automatische Bereichswahl einen Bereich oberhalb der erwarteten Spannung einstellen. Die Messspitzen werden parallel an die beiden Punkte gehalten, deren Spannung dich interessiert. Netzspannung misst nur, wer weiß was er tut – das ist Sache einer Elektrofachkraft.
3. Kabel auf Bruch prüfen
Ein häufiger Fehler bei Verlängerungen und Geräteleitungen ist ein innerer Aderbruch, von außen unsichtbar. So findest du ihn: Kabel vom Strom trennen, Multimeter auf Durchgang stellen und jede Ader einzeln an beiden Enden anpiepsen. Kein Ton trotz sauber angesetzter Spitzen heißt: die Ader ist gebrochen. Bei beweglichen Kabeln dabei leicht biegen – Wackelkontakte zeigen sich oft erst dann.
4. Batterie und Akku testen
Multimeter auf Gleichspannung, Spitzen an Plus und Minus. Richtwerte: eine frische 1,5-V-Zelle (AA/AAA) zeigt rund 1,5 V, unter etwa 1,2 V gilt sie als leer. Eine 12-V-Autobatterie zeigt voll geladen etwa 12,6 V, unter 12,0 V ist sie deutlich entladen. Achtung: Die reine Leerlaufspannung sagt wenig über die tatsächliche Kapazität – eine schwache Batterie kann im Leerlauf noch gut aussehen und unter Last einbrechen.
Tipp: Schwarze Messleitung in die COM-Buchse, rote in die Buchse mit der Beschriftung für Volt und Ohm. Für die Strommessung gibt es eine eigene Buchse – die brauchst du für diese vier Messungen nicht.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Durchgang und Widerstand?
Der Durchgangsmodus piept bei sehr niedrigem Widerstand – ideal für ein schnelles Ja/Nein. Die Widerstandsmessung zeigt den genauen Wert in Ohm.
Warum darf ich Durchgang nicht unter Spannung messen?
Der Durchgangs- und Widerstandsmodus speist eine kleine eigene Spannung ein. Liegt zusätzlich Netzspannung an, ist die Messung wertlos und das Gerät kann beschädigt werden.
Welche Spannung hat eine volle Autobatterie?
Etwa 12,6 V in Ruhe. Beim Laden beziehungsweise bei laufendem Motor sind rund 13,8 bis 14,4 V normal.
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