Mercedes Scholz Nutzfahrzeuge Bamberg

Wenn ich bei einer Mercedes-Niederlassung anrufe und einen Werkstatt-Termin für meinen Fuso Canter mache, habe ich eine Erwartung: dass die Werkstatt das Fahrzeug kennt, dass die Mitarbeiter wissen, was sie tun, und dass am Ende fachgerechte Arbeit geleistet wird. Mein Erlebnis bei Mercedes Scholz Nutzfahrzeuge in Bamberg war anders. Sehr anders.
Ich teile diese Erfahrung nicht aus Frust, sondern weil andere Kunden die Chance haben sollten, sich vor einer Beauftragung ein Bild zu machen. Und weil eine Markenwerkstatt, die solche Arbeit abliefert, mehr Druck verdient hat, sich daran zu arbeiten.
Worum ging es?
Mein Fuso Canter wird von Mercedes Nutzfahrzeuge verkauft und in deren Werkstätten betreut – Daimler-Truck-Produkt. Es ging um eine offizielle Rückrufaktion zu den hinteren Blattfedern. Bei mir waren die Federn nicht defekt, aber der Hersteller hatte den vorsorglichen Tausch ausgeschrieben. Wenn ich dafür sowieso in der Werkstatt bin, dachte ich mir, lasse ich gleich noch andere Wartung mitmachen:
- Motoröl-Wechsel
- Kraftstofffilter erneuern
- Plus die offizielle Federn-Rückruf-Aktion
Ein einfacher, klar umrissener Auftrag. Standard-Wartung an einem Fahrzeug, das diese Werkstatt verkauft und vertritt.
Was tatsächlich passiert ist
Im Video unten ist die ganze Geschichte zu sehen – das, was am Ende rauskam, hat mit fachmännischer Arbeit nichts zu tun. Hier nur die wichtigsten Punkte, die mir bis heute keine Ruhe lassen.
Sicherheitsverstöße beim Hantieren am Fahrzeug – Mein Erfahrungsbericht mit Mercedes Scholz Bamberg
An meinem Fuso Canter war ein ganz normaler Motorölwechsel inklusive Kraftstofffilterwechsel beauftragt. Wer dieses Fahrzeug kennt, weiß, dass bei vielen Arbeiten am Motor das komplette Führerhaus nach vorne geklappt werden muss. Nur so gelangt man an Ölfilter, Öleinfüllstutzen, Ölpeilstab und weitere Bauteile.
Nachdem neues Motoröl eingefüllt wurde, ist es üblich, den Motor kurz laufen zu lassen. Dabei wird kontrolliert, ob die Öldruckkontrollleuchte erlischt, ob sich der Ölfilter mit frischem Öl füllt und ob alles dicht ist. Soweit völlig normal und Bestandteil eines jeden Ölwechsels.
Ab diesem Punkt begann jedoch ein Vorfall, der aus meiner Sicht niemals hätte passieren dürfen.
Statt das Führerhaus zunächst wieder ordnungsgemäß abzusenken und das Fahrzeug in einen sicheren Zustand zu versetzen, wurde der Motor bei weiterhin vorgeklapptem Führerhaus gestartet. Dazu wurde die Fahrertür geöffnet und nach vorne geklappt. Anschließend wurde von außen in das Fahrzeug gegriffen und der Zündschlüssel betätigt.
Nach Aussage des damaligen Werkstattmeisters war dabei sogar ein Gang eingelegt.
Die Folge war, dass sich der LKW unmittelbar in Bewegung setzte. Mein Fahrzeug stand etwa vier Meter von einem anderen LKW entfernt. Der Fuso rollte nach vorne und prallte gegen das davor stehende Fahrzeug.
Was mich bis heute fassungslos macht, ist nicht nur der eigentliche Unfall, sondern die gesamte Vorgehensweise davor. Wer an einem Fahrzeug arbeitet, insbesondere an einem Fahrzeug mit kippbarem Führerhaus, hat dafür zu sorgen, dass dieses gegen unbeabsichtigte Bewegungen gesichert ist. Hierzu gehören je nach Situation unter anderem Handbremse, Gangstellung, Unterlegkeile und weitere Sicherungsmaßnahmen.
Noch unverständlicher ist für mich, dass das Fahrzeug überhaupt in diesem Zustand gestartet wurde. Sobald erkennbar war, dass sich das Fahrzeug bewegt, hätte unverzüglich reagiert werden müssen. Stattdessen kam es zur Kollision.
Die Folgen waren erheblich:
- Die Frontscheibe wurde beschädigt.
- Die Scheibenwischer wurden verbogen.
- Die rechte und linke Abdeckung unterhalb der Frontscheibe wurden aus ihren Halterungen gerissen.
- Die Fahrertür wurde im Bereich der Scharniere beschädigt bzw. verzogen.
- Später stellte ich zusätzlich fest, dass auch das Blinkergehäuse beschädigt wurde und schließlich einen Riss beziehungsweise ein Loch aufwies.
- Mehrere Befestigungsklipse der Verkleidungen wurden zerstört.
Als ich über den Vorfall informiert wurde, verlangte ich keine Diskussionen und keinen Streit. Ich bat lediglich darum, mein Fahrzeug wieder in den Zustand zu versetzen, in dem es vor dem Werkstattaufenthalt gewesen war. Aus diesem Grund verblieb das Fahrzeug mehrere weitere Tage in der Werkstatt.
Ein Teil der Schäden wurde tatsächlich behoben. Die Frontscheibe wurde ersetzt und neue Scheibenwischer wurden montiert.
Bis heute jedoch wurden nicht alle Schäden beseitigt.
Insbesondere die beschädigten Befestigungsklipse der Verkleidungen sollten laut Zusage nachgeliefert werden. Dabei handelt es sich um einfache Kleinteile, deren Wert vermutlich nur wenige Euro beträgt. Dennoch wurden diese bis heute nicht geliefert.
Das Ganze liegt mittlerweile Jahre zurück.
Trotz mehrfacher Nachfragen wurde die Angelegenheit nie vollständig abgeschlossen. Niemand fühlte sich zuständig, niemand sorgte für eine endgültige Lösung.
Eine Entschuldigung für den verursachten Schaden habe ich ebenfalls nie erhalten.
Besonders befremdlich empfand ich außerdem, dass mir anschließend noch eine Rechnung von rund 400 Euro für den Motorölwechsel und den Kraftstofffilterwechsel gestellt wurde.
Zur Erinnerung: Während eines einfachen Wartungsauftrags wurde mein Fahrzeug beschädigt. Aufgrund des Vorfalls musste ich Termine verschieben, Aufträge umorganisieren und zusätzliche Aufwände in Kauf nehmen. Trotzdem wurde die volle Rechnung gestellt, als wäre nichts passiert.
Später wechselte auch der damalige Werkstattmeister. Der Nachfolger erklärte, von dem Vorgang nichts zu wissen, und verweigerte schließlich die weitere Bearbeitung der noch offenen Restarbeiten.
Wer im Internet nach Erfahrungen sucht, findet zudem zahlreiche weitere kritische Bewertungen und Berichte anderer Kunden. Jeder muss sich hierzu selbstverständlich sein eigenes Bild machen.
Mein persönliches Fazit fällt jedoch eindeutig aus:
Bei einem einfachen Ölwechsel wurde mein Fahrzeug durch einen aus meiner Sicht vermeidbaren Vorfall beschädigt. Die Schäden wurden nicht vollständig beseitigt, zugesagte Ersatzteile wurden trotz jahrelanger Wartezeit nicht geliefert und eine ernsthafte Aufarbeitung des Vorfalls fand nach meinem Eindruck nie statt.
Aus diesen Gründen kann ich Mercedes Scholz Bamberg aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen nicht empfehlen.
Das war vor Jahren. Trotz mehrfacher Nachfragen ist nichts gekommen. Niemand fühlt sich zuständig. Niemand antwortet inhaltlich. So sieht heute Kundenservice bei einer Mercedes-Niederlassung aus – Fahrzeug beschädigt, kein Wille zur Wiedergutmachung, kein Schadenersatz, keine Reaktion.
Das ist nicht nur ärgerlich, das ist respektlos. Mein Fahrzeug wurde während eines bezahlten Auftrags beschädigt. Den Schaden zu beheben hätte 20 Euro und ein Briefkuvert gekostet. Stattdessen: Funkstille.
Niemand fühlt sich verantwortlich
Wenn so etwas passiert, würde ein guter Betrieb sich melden, sich entschuldigen, den Schaden beheben und intern klären, wie das nicht wieder passiert. Das ist nicht passiert. Keiner fühlt sich verantwortlich, niemand möchte gerade stehen für das, was Mitarbeiter dieser Werkstatt verursacht haben.
Und das ist genau der Punkt, der mich fertig macht. Nicht der eine Fehler bei der Arbeit – Fehler passieren überall. Sondern die Haltung danach: keine Reaktion, kein Service, keine Verantwortung.
Mein Fazit – ehrlich und deutlich
Ich kann auf keinen Fall Mercedes Scholz Bamberg empfehlen. Das ist kein Service. Das ist keine professionelle Betreuung. Wer dort sein Nutzfahrzeug hingibt, weiß nicht, was nachher dabei rauskommt – und im Zweifel hat er hinterher selbst das Problem.
Ich war mit der Erwartung dahin gefahren, Profis am Werk zu sehen. Bei meinem Termin sah ich davon nichts. Eine Fachkraft aus einer freien Werkstatt hätte das vermutlich besser hinbekommen – und mit Sicherheit verantwortungsvoller.
Wer in der Region Bamberg, Coburg, Lichtenfels einen Fuso oder ein anderes Nutzfahrzeug betreut wissen will, sollte sich nach Alternativen umschauen. Spezialisierte freie Werkstätten kennen Modelle abseits des Mainstreams oft besser als die Markenniederlassung – und stehen, wenn etwas schiefläuft.
Mein Tipp: Vor jedem Werkstatt-Auftrag schriftliche Auftragsbestätigung verlangen, Fahrzeug-Übergabe mit Foto-Doku, alle vorhandenen Schäden festhalten. Bei Markenwerkstätten ebenso wie bei freien Betrieben. So hat man bei Beschädigung eine Beweislage – und keiner kann sich rausreden.
Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat
Wer ähnliche Erfahrungen mit Mercedes Scholz Bamberg gemacht hat oder die Werkstatt anders erlebt hat, darf das gerne unter dem Video kommentieren. Faire Sicht von beiden Seiten ist immer besser als einseitige Wertung – aber stillhalten und so tun, als wäre nichts gewesen, ist auch keine Option.
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