
Die Festigkeitsklasse beim Beton sagt aus, wie viel Druck der ausgehärtete Beton aufnehmen kann. Sie wird angegeben in der Form C X/Y, zum Beispiel C20/25. Die erste Zahl ist die Mindest-Druckfestigkeit beim Zylinder-Test, die zweite beim Würfel-Test – beide in N/mm². Höhere Werte = mehr Belastung möglich.
Die wichtigsten Klassen im Überblick
- C8/10 – Magerbeton, Sauberkeitsschicht, unbelastete Verfüllungen, Auffüllung von Hohlräumen.
- C12/15 – Einfache Fundamente ohne hohe Last, Mauerverguss, Hohlblock-Verfüllung, leichte Bodenplatten im Innenbereich.
- C16/20 – Streifenfundamente, Bodenplatten für Garagen, Schuppen, Carports.
- C20/25 – Standardklasse für Heimwerker. Tragende Bodenplatten, Stützmauern, Treppenstufen, Pfostenfundamente mit Last.
- C25/30 – Stahlbeton-Bauteile, Decken, Stützen, höher belastete Bauteile mit Bewehrung.
- C30/37 und höher – Industriebau, Brücken, statisch hoch belastete Konstruktionen. Im Heimwerker-Bereich praktisch nie nötig.
Faustregel: Im Heimwerker-Bereich reicht in 9 von 10 Fällen C20/25. Höhere Klassen sind teurer, schwerer zu verarbeiten und meist überdimensioniert.
Expositionsklassen – die zweite Kennzeichnung
Neben der Festigkeitsklasse gibt es Expositionsklassen, die angeben, welchen Umweltbelastungen der Beton standhalten muss:
- X0 – trocken, kein Korrosionsrisiko (z.B. Innenraum)
- XC1–XC4 – Karbonatisierung (Außenluft, Wechsel nass/trocken)
- XF1–XF4 – Frost- und Tausalzbelastung
- XA1–XA3 – Chemischer Angriff (Boden, Wasser)
Für Außenbauteile sind XC4 + XF1 ein guter Standard. Beton wie C25/30 XC4 XF1 ist witterungsfest.
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